Der tägliche Bedarf an klinisch differenzierenden Informationen betrifft eine homöopathische Praxis in besonderer Weise. Neben der allgemeinmedizinisch-offenen Diagnostik kommt es gerade in der homöopathischen Primärversorgung auf die Fähigkeit an, klinische Informationen, Beobachtungen und Wahrnehmungen und anamnestische Daten aufzunehmen, sinnvoll zu strukturieren und zu individualisieren. Entwickelt sich ein holistisches Krankheitsverständnis im Einzelfall, können Symptome und Phänomene des Patienten angemessen gewichtet werden. Die nächste Hürde ist diese Informationen mit Hilfe von Repertorien und Materia Medica zu übersetzen, um eine passende homöopathische Arznei auszuwählen. In der Praxis geht es genau um diesen Prozess des systematischen Analysierens und Verifizierens. Im diagnostischen Frühschoppen sollen alle praktisch relevanten Aspekte vom Untersuchungsgang bis zur Verschreibung, der Verlaufskontrolle und Fallauswertung praktisch nachvollzogen mit den Teilnehmern gemeinsam diskutiert werden.
Der diagnostische Frühschoppen ist ein eigenes Projekt der CHS und richtet sich an homöopathische Praktiker aller Berufsgruppen. Es werden regelmäßige Veranstaltungen zu allen praxisrelevanten Themen stattfinden.
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Anmelden• 21.05.2026
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