Similia similibus curentur - Deutsch: Ähnliches werde durch Ähnliches geheilt (lat. Similis=ähnlich) - Simila[1]: das Ähnliche
Das Simile-Prinzip, wurde für die Arzneitherapie erstmals 1796 von S. Hahnemann als Fundament der Homöopathie formuliert. Allgemein beschreibt das Prinzip ein reiz-regulatives Konzept auf der Basis der Ähnlichkeit zwischen Störung und therapeutischen Reizen. Für die homöopathische Arzneiwahl orientieren sich die diagnostischen Kriterien an empirisch ermittelten (patho-)physiologischen Reaktionen auf die verwendeten Arzneimittel. Diese sollen mit den Symptomen des Einzelfalles möglichst passgenau übereinstimmen, um eine kurative Reaktion oder auch palliative Wirkung in fortgeschrittenen Krankheitsfällen zu erzielen.
Wesentlich ist, dass es sich um ein systematisches Arzneiverschreibungskonzept handelt, das als minimaler Algorithmus gezielte therapeutische Effekte erzeugt. Ein weiterer Vorteil liegt in der interdisziplinären Anwendbarkeit.
Im Laufe von 225 Jahren gab es vielfache Diskussionen, ob diese von Hahnemann aufgestellte Arbeitshypothese ein Naturgesetz, ein Prinzip, eine Regel oder ein Konzept sei. Um die Debatte zu präzisieren, wird die nachfolgende Lesart der Terminologie auf der Basis einer Begriffsanalyse zu Grunde gelegt.